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Ausstellungen 2012

Hans-Uwe Hähn

Holzschnitte und Zeichnungen

25.03. - 10.06.2012

Die Arbeit des Holzschneiders bedeutet ihm immer auch Versenkung - in eine Sphäre, die hinter den vergänglichen Mustern der Welt erahnbar wird, in der alle Strukturen des Seins gleichsam aufgehoben scheinen. "Strukturen sind die Nahtstelle zwischen Materie und Geist". Diese spekulative, quasi religiöse Seite seines Schaffens verbindet sich ganz fraglos mit einer hohen Materialsinnlichkeit und der formalen Präsenz seiner Formfindungen. Eine latente Suchbewegung, ein behutsames Ertasten des in Bild und Wort Unsagbaren ist diesen Holzschnitten eingeschrieben, - eine große Sehnsucht auch. Der epiphanische, kreative Augenblick als Ursprung der Kunst aber bleibt aufgehoben im Bild. Hans-Uwe Hähns Bilder zeigen, was uns entgeht, wenn wir ihn versäumen.

Stefan Tolksdorf, Badische Zeitung

Die Eröffnung:  Sonntag 25.03.2012, 11.30 Uhr
Ort: KunstHaus am Schüberg

 

 

Thomas Diermann

Holzskulpturen

19.02. – 15.04.2012

...Thomas Diermanns Arbeiten zeigen eine moderne Formensprache, die sehr reduziert und auf Wesentliches beschränkt ist. Dynamisch akzentuierte, senkrechte und waagerechte Achsen beherrschen das Geschehen und kantige, klar geschnittene Konturen strukturieren die Volumen. Nahezu alle Skulpturen vermitteln den Eindruck von Bewegung, je nachdem, wie die Achsen aufgebaut sind, ob es Schrägen gibt, Kurven oder Drehungen, ob Richtungswechsel abrupt oder sanft verlaufen, ob Durchbrüche und Löcher im Volumen vorhanden sind, die die kompakte Materialität des Werkstoffs aufheben zugunsten von räumlichen Wechselwirkungen.

Aussparungen, Leerstellen, Öffnungen - Thomas Diermann agiert in seinen Werken sehr oft gerade mit diesen Möglichkeiten des bildhauerischen Eingriffs in das kompakte Material, und er sieht dabei Positiv und Negativ als gleichberechtigte Formbedeutungen, die sich für den Betrachter oft erst beim Umschreiten der frei stehenden Skulpturen erfassen lassen. Damit ist ein weiteres wichtiges Merkmal der Arbeiten benannt, die durchaus keine explizite Schauseite besitzen, es sei denn, es handelt sich um Reliefs bzw. Wandarbeiten. Doch auch hier ist ein Abschreiten der Objekte möglich und vom Bildhauer intendiert, weil erst dadurch die volle Wirkung der korrespondierenden Wechselwirkungen innerhalb der jeweiligen Gestaltung erfahrbar wird...“

Dr. Dorothee Höfert (Kunsthalle Mannheim)

Die Eröffnung: Sonntag, 19.02.2012, 11.30 Uhr

Ort:

Hauptkirche St. Jacobi

Jacobikirchhof 22

20095 Hamburg

   www.jacobus.de

Öffnungszeiten:

Mo –Fr 11-17 Uhr , So 10 Uhr Gottesdienst

 

 

Hanswerner Kirschmann

Installation, Skulptur, Zeichnung

16.10.2011 - 18.03.2012

"Diese Arbeiten werden irgendwie nicht vertraut. Sie bleiben fremd. Es ist eine spröde eigenwillige Bildsprache, die scharf und nie geschmeidig ist; eine Kunst, die auf eine höchst eigentümliche Art und Weise geplantes und Nicht-planbares verbindet. (...)

Seine Formen kommen von der Zeichnung her (...). Aber was passiert, wenn eine solche Form, die in der Fläche entstanden ist, in Holz gesägt wird, wodurch der nächste Faktor hinzukommt; der Raum? Sie wird komliziert, es kommen Schatten hinzu; konkave und konvexe Formen ändern ihre Wertigkeit. Tiefe Löcher sind dunkler als weniger tiefe und schon entwickelt die Zeichnung sich in Richtung der Bildhauerei, die davon bestimmt wird, dass sie sich aus Flächen heraus entwickelt und sich also nie frei in alle Richtungen entfalten kann, (...). Das hier ist Kunst, die auf Bilder vertraut und stärker sogar, durch nichts von der Kunst ablenken will (...). Dieses Werk täuscht keine gesellschaftliche Relevanz vor. Das einzige, was dem Betrachter bleibt, ist die Konfrontation, direkt und ohne Wissen (...)."

Arie Hartog, Gerhard-Marcks-Haus, Bremen

Die Eröffnung: Sonntag, 16. Oktoker, 11:30 Uhr

Ort: Kunsthaus am Schüberg