Start > Bildungszentrum > KunstHaus > Seminare und Gespräche

Seminare und Gespräche

Impulse für das eigene Schöpfen in Natur, Kunst und Religion

Termine jeweils Februar, Juni, November 2012

Wie kann ich als Kulturschaffender mit der Welt Bezug aufnehmen und neue Erfahrungsdimensionen erschließen? Die natürliche Vielfalt des Gartens im Haus am Schüberg wird zum Gestaltungsort. Der Garten bietet Möglichkeiten, sich auf den Jahreslauf mit seinen unterschiedlichen Qualitäten einzulassen. Vom gärtnerischen Arbeiten über das künstlerische Tun, wie plastizieren in Ton, bis zu Bewegungsübungen können sich eigene Wahrnehmungen eröffnen. Bin ich in meinen Handlungen authentisch, erwecken sie Lebenssinn und Freude.

Der Kurs-Trilogie liegt ein Gedanke Rilkes zugrunde: „Erde! Ist es nicht dies, was du willst: unsichtbar in uns erstehen?“

Der Kurs steht allen Interessierten offen. Die Unterkunft im Haus am Schüberg ist erwünscht, um dem Seminar den vertieften Charakter einer Klausur zu verleihen. Bitte wetterfeste Kleidung und Schuhe mitbringen.

Weitere Informationen und Buchungsdaten

Schüberger Kamingespräche

Wie viel Kunst verträgt die Stadt?

Referenten: Edgar Huhn, Pastor i.R. im Gespräch mit Fatih Akin, Filmemacher, Andreas Beuth, Rechtsanwalt, Prof. Gunnar Gerlach (Hochschule für bildende Künste, Hamburg), Sighard Wilm, Pastor und Axel Richter, Künstler

Termin: Sonntag, 22. April, 15 Uhr

 

14 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung hat er gekriegt – Walter Josef Fischer, alias OZ. ‚Eigentum geht vor Kunst’, lautet das Gerichtsurteil. Pure Sachbeschädigung – sagen die Verfechter von Recht und Ordnung.

Wem fallen nicht die unzähligen Smileys auf Stromkästen in ganz Hamburg auf? Sie gehören zum Stadtbild? OZ gehört zur Stadt! Seit 20 Jahren: Ein stiller Protest gegen eine Welt ohne Farbe, in der das Lächeln fehlt.

Phänomen OZ: Er geht kompromisslos seinen Weg – der Mann mit der Spraydose. Trotz Strafen hat er graue Brücken, Dächer, Tunnel mit bunten Spiralen und ganzen Gemälden verziert. Er bewahrt sich seine Würde, sagt Fatih Akin. ‚Verschönert hat er die Gebäude, die Stadt’, sagt sein Verteidiger.

Es scheinen geheime Botschaften zu sein. Sie erreichen wohl nicht jeden. Doch unbewusst nehmen viele sie so wahr.

14 Monate nicht nur für den ‚Sprühling’ – die kriminelle Schiene auch für die freie Art urbaner Auseinandersetzung, für den Sympathisanten?

OZ – eine Herausforderung, ethisch, sozial, gesellschaftspolitisch, populistisch. Auch eine künstlerische Herausforderung? Manche sagen: Hamburg hat den Künstler, den es verdient!“

Edgar Huhn

Musikalische Umrahmung: Alf Babendererde (Gitarre), Dr. Martin Rößler (Klavier).

Weitere Informationen und Buchungsdaten