Leitbild
Leitbild der Bildungsarbeit im Haus am Schüberg
Die Bildungsarbeit des Hauses am Schüberg zielt darauf, die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft in globaler Perspektive und christlicher Verantwortung nachhaltig zu verbessern. Dabei gelten folgende Grundsätze:
* Die Themenbereiche "ökonomische, soziale und globale Gerechtigkeit", "ökologische Verantwortung" und "friedenspolitisches Engagement und Gewaltprävention" werden als Schlüsselthemen angesehen, die nicht getrennt, sondern aufeinander bezogen und ineinander verschränkt pädagogisch bearbeitet werden, um nachhaltige Wirkungen zu erzielen.
* Die Bildungsarbeit im Haus am Schüberg steht im Kontext der evangelischen Bildungsarbeit der Nordelbischen Kirche und folgt dem Anspruch, sowohl innerkirchliche als auch gesellschaftliche Bildungsprozesse zu initiieren.
* Die Bildungsarbeit zielt darauf, einzelne und Gruppen nachhaltig in die Lage zu versetzen, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu engagieren, darum ist die Bildungsarbeit im Haus am Schüberg ganzheitlich angelegt - spirituelles Erleben (Kraft schöpfen), kreativ-ästhetische Erfahrung (Kunst erfahren), kognitive Erkenntnis (Gerechtigkeit schaffen, Gewalt überwinden, Schöpfung bewahren) sowie methodische Versiertheit für erfolgreiches Engagement (kompetent einmischen) werden als sich gegenseitig unterstützende Momente der Bildungsarbeit verstanden. Dabei ist darauf zu achten, dass auch einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen Zugänge zur Bildungsarbeit im Haus am Schüberg finden.
* Die Anliegen der Bildungsarbeit im Haus am Schüberg bilden sich im Wirtschaftsbetrieb unmittelbar ab: Verwendung regionaler Produkte möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau im Küchenbetrieb, ökologische Standards und soziale Verantwortung bei der Wäsche und Reinigung (in Kooperation mit einem Beschäftigungsprojekt für Frauen), naturbelassene (Bienenwiese) und künstlerisch gestaltete Außenflächen (Skulpturenpark) sowie wechselnde, künstlerisch herausfordernde Ausstellungen im Tagungshaus, hohe soziale Standards in den Beschäftigungsverhältnissen, Verkauf und Verwendung fair gehandelter Produkte, ökologische Standards beim Betrieb des Gebäudes (Wärmedämmung, Heizungstechnik, Wasser- und Energieverbrauch), Preisgestaltung, Belegungsmanagement und Organisation des Wirtschaftsbetriebes sind nicht an kurzfristigen Profiten, sondern an der nachhaltigen Zukunftssicherung des Betriebes orientiert.
* Bildungsbereich und Wirtschaftsbetrieb arbeiten eng miteinander zusammen und tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass das Bildungs- und Tagungszentrum sich gemäß der Leitlinien weiter entwickelt. Darum werden Mitarbeitende regelmäßig fort- und weitergebildet und die Qualität der Arbeit überprüft. Sönke Ullrich 2009/06




